Stück und Fotoarchiv
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Boeing Boeing
Eine Komödie
von Marc Camoletti
Regie: Wolfgang Maaß / Co-Regie: Irena Maaß
Der Innenarchitekt, Bernard, Junggeselle und in Paris lebend, hat ein Arrangement getroffen, das sein Freund Robert, der aus der Provinz zu Besuch angereist kommt, bewundernd ein “Perpetuum mobile der Liebe” nennt. Bernard ist mit drei Damen gleichzeitig “verlobt”, von denen sich natürlich jede für die einzige hält. Wie ist das möglich? Nun, alle drei “Bräute” sind Stewardessen: Wenn Judith, die Schweizerin, abends aus Stockholm kommend landet, ist Jacqueline, die Französin, bereits mittags nach Kairo abgeflogen, während Janet, die Amerikanerin, nicht vor morgen mittag aus New York eintreffen wird. Aber eines Tages kommt Unordnung in die Fahrpläne der internationalen Fluggesellschaften und damit auch in den unseres Helden Bernard. Da nützen weder die Freundesdienste des nacheifernden Robert, noch die Routine des widerstrebenden Fräulein Berthe. Es gilt in zahlreichen kritischen Situationen mit Glück wie Geschick die drohende Katastrophe zu vermeiden. |
Max und Moritz
frei nach Wilhelm Busch
Bühnenfassung: Ortwin Kayser / Wolfgang Maaß
Wer kennt sie nicht, die beiden Lausbuben, die mit ihren Streichen für viel Unruhe unter den Erwachsenen in ihrem Dorf gesorgt haben. Mit wem haben sie nicht alles ihre Streiche getrieben! Da ist die Witwe Bolte mit ihren Hühnern, der Schneider Böck und seine Brücke, der Lehrer Lämpel mit seiner Tabakpfeife oder Onkel Fritz und viele Maikäfer. Alle mussten den Schabernack der Beiden ertragen. Aber, zuviel Schabernack wird am Ende auch bestraft; wie jeder weiß. |
Mitten ins Herz
Eine schwarze Komödie von Angelika Bertram
Regie: Ortwin Kayser
Sieglinde Kranzmeier bereitet nichts weniger als ihr Ableben vor und zwar stilvoll während der Ausstrahlung des legendären Filmklassikers “Vom Winde verweht”. Sie hat alles perfekt vorbereitet, doch dann gibt der Fernseher seinen Geist auf. Der Fernsehnotdienst bringt Hilfe in Person von Winfried Palinski. Praktisch veranlagt, von einfachem Gemüt gibt er Sieglinde wertvolle Ratschläge für die Umsetzung ihres letzten Stündleins. Man kommt sich näher. Nun stellt sich aber plötzlich die Frage: Tot oder lieber nicht tot? |
Kalif Storch frei nach Wilhelm
Hauff
Bühnenfassung und Regie: Beate Dankert
Wer
aus der geheimnisvollen Dose schnupft, die der Kalif und sein Großwesir
erworben haben, kann sich in ein Tier verwandeln und versteht dessen
Sprache. Aber wehe dem, der die magische Formel zum Rückverwandeln
vergisst! Er muss für immer ein Tier bleiben. Genau diese Katastrophe
wiederfährt Chasid und Mansor. Sie müssten lebenslang
durchs Gras stelzen, wäre da nicht die traurige Eule. Sie ist
eine verzauberte Prinzessin und führt die beiden zu den arglistigen
Magiern. Dort erlauschen sie das Zauberwort und Prinzessin Eule
wird Kalifin. Kennt Ihr das Zauberwort? |
Der Neurosenkavalier
Eine Komödie
von Gunther Beth und Alan Cooper
Regie: Beate Dankert
Der Psychologe, Professor Dr. Otto, fährt zu einem Kongress. Für die Zeit seiner Abwesenheit hat er eine Vertretung für seine Praxis bestellt, denn jeder dritte hat einen Vogel, nicht im Käfig, sondern im Kopf. Depressionen, Neurosen und Psychosen greifen immer mehr um sich. Aber keine Angst, denn jetzt kommt Felix Bollmann, der soeben im Eiltempo ein Kaufhaus verlassen hat, wo er im Weihnachtsmann-Kostüm die Hauptkasse geknackt hat. Auf der Flucht vor der Polizei landet er zufällig in der Praxis des Professors, wo die Sprechstundenhilfe schon sehnsüchtig auf die Vertretung wartet – und ehe “Bolli” es sich versieht, findet er sich im weißen Kittel wieder und steht der ersten Patientin gegenüber. Und so wird Bolli, nicht ganz freiwillig, zum Neurosenkavalier. |
Der Räuber Hotzenplotz
von Otfried Preußler
Eine Räubergeschichte
für Abenteurer ab 5 Jahren.
Regie: Wolfgang Maaß
Was für ein schrecklicher
Tag! Der Räuber Hotzenplotz stibitzt doch einfach Großmutters
Kaffeemühle. Doch der Mann mit den sieben Messern hat die
Rechnung ohne die beiden Freunde Kasperl und Seppel gemacht. Die
finden das nämlich gar nicht gut und wollen den dreisten
Räuber fangen. Aber, auf der Verfolgungsjagd geraten die
beiden in eine Falle und gelangen so in die Hände des Räubers
und des bösen Zauberers Petrosilus Zwackelmann. Ob sie sich wohl wieder befreien können? Oder kann ihnen
vielleicht jemand aus der Patsche helfen? Schaut es euch an |
Des Kaisers neue Kleider
frei
nach Hans Christian Andersen
Bühnenfassung und Regie: Ortwin Kayser
Die Sorge um
die richtige Kleidung kennt ein jeder, der morgens vor dem vollen
Kleiderschrank steht und nicht weiß, was er anziehen soll.
Der Kaiser kennt dieses Problem ebenfalls und kauft oft neue Stoffe,
um daraus Kleidung herstellen zu lassen. Die Staatskassen sind
leer, seine Minister können ihn aber nicht aufhalten. Längst
dürfen es keine normalen Stoffe mehr sein. Es muss das Beste
vom Besten sein. Die Weber der umliegenden Länder kommen
Tagein, Tagaus um ihre Waren anzupreisen. Eines Tages kommen zwei
Weber, die nicht nur gute, sondern auch besondere Stoffe haben.
Wer Kleidung aus diesen Stoffen trägt, der könne die
Klugen von den Dummen unterscheiden, die Ehrlichen von den Falschen
und die Faulen von den Strebsamen. Kann dies wirklich war sein? |
Sind Sie schon bedient!?
Eine Komödie von Ingrid Minke
Regie: Wolfgang Maaß
Eine stürmische
Nacht. Ein einsames Landhaus.
Maria, Gerd, Daniela, Holger, Hans und Miriam sitzen unfreiwillig
fest, als der Sturm einen Baum entwurzelt und alle Pläne,
die je für diesen besonderen Abend gemacht wurden, gehen
in kürzester Zeit den Bach runter.
Ein rasantes Verwirrspiel um Liebe, Verwandschaft und Schlafgelegenheiten
beginnt. |
Veronicas Zimmer Ein Psychothriller von Iran Levin
Regie: Ortwin Kayser
Eine Geschichte von
Menschen, die sich begegnen und ihre Leben miteinander verknüpfen,
die wahrlich in eine skurrile Situation geraten, die uns vergessen
lässt, was wahr ist und was falsch. Eine junge Frau begegnet Menschen und ihr Leben ist aus der vorgesehenen Bahn geraten.
Vielleicht begegnet sie aber auch ihrem tatsächlichem Leben,
in dem sie ihrer Vergangenheit begegnet. |
Rumpelstilzchen
frei nach den Gebr.
Grimm
Bühnenfassung und Regie: Beate Dankert
Ach wie gut das niemand weiß...
Erinnern Sie sich noch???
Nacht für Nacht musste die schöne Müllerstochter
in einer Kammer eingeschlossen Stroh zu Gold spinnen. Wie zu ihrer
Rettung tauchte stets ein kleines, hässliches Männlein
auf, um die unmögliche Aufgabe zu lösen. Doch der Preis
ist hoch, denn in ihrer Not versprach ihm die Müllerstochter
ihr Erstgeborenes. Über ein Jahr später brachte die
nun mit dem König Vermählte ein Kind zur Welt. Und als
das Männlein wie aus dem Nichts wieder auftauchte, um das
Kind mitzunehmen, blieb der Königin nur eine Möglichkeit,
ihr Kind zu retten: Sie musste herausfinden, wie das Männlein
heißt. |
Nichts als Kuddelmuddel
Komödie von Jürgen Hörner
Regie: Ortwin Kayser
Die Generalprobe einer Komödie um die Wahrsagerin Madame
Kassandra und ihre Probleme mit Kundinnen, mit ihrer Haushälterin,
mit dem Mann von der Telefongesellschaft und mit dem Fensterputzer.
Die Probe geht gründlich daneben. Verzweifelung bei der Regie
macht sich breit. Wie soll die Premiere am nächsten Tag laufen?
Genau diese Premiere zeigt der zweite Akt. Alles wird noch viel
schlimmer! Die Souffleuse wird unter dem Tisch sichtbar, die private
Eifersucht der Hauptdarstellerin ändert den gesamten Ablauf,
ein Darsteller ist total betrunken... und schließlich bleibt
nicht mal die Kulisse stehen... |
Schneeweißchen und Rosenrot
frei nach den Gebr. Grimm
Bühnenfassung und Regie: Wolfgang Maaß
Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen, und
vor dem Hüttchen war ein Garten, darin standen zwei Rosenbäumchen,
davon trug das eine weiße, das andere rote Rosen. Und sie
hatte zwei Kinder, die glichen den beiden Rosenbäumchen,
und das eine hieß Schneeweißchen, das andere Rosenrot.
Sie waren aber so fromm und gut, so arbeitsam und unverdrossen,
als je zwei Kinder auf der Welt gewesen sind. Schneeweißchen
war nur stiller und sanfter als Rosenrot. Rosenrot sprang lieber
in den Wiesen und Feldern umher, suchte Blumen und fing Sommervögel;
Schneeweißchen aber saß daheim bei der Mutter, half
ihr im Hauswesen oder las ihr vor, wenn nichts zu tun war. Oft
liefen sie im Walde allein umher und sammelten rote Beeren, aber
kein Tier tat ihnen etwas zuleid, sondern sie kamen vertraulich
herbei........... |
Hexenschuss Komödie
von John Graham
Regie: Wolfgang Maaß
Wäre Peter doch bloß in seinem Flieger Richtung Übersee,
dann wäre seiner treulosen Gattin Sally einiger Tumult erspart
geblieben dem Publikum aber auch. Denn dann wäre aus John
Grahams Komödie „Hexenschuss“ wohl schnell ein
Schuss in den Ofen geworden. Wurde es aber nicht. Denn der Gatte
steht plötzlich unverhofft in der Wohnungstür. Im Bad
liegt der regungslose „Lover“ mit einem Bandscheibenvorfall.
Und da die Konstellation zu klassisch ist, mischen gleich noch
vier weitere Personen mit, um das heillose, aber letztlich heilsame
Durcheinander perfekt zu machen |
Frau Holle
frei nach den Gebr. Grimm
Bühnenfassung und Regie: Ortwin Kayser
Woher kommt der Schnee? Hat Ihr Kind auch solche Fragen? Da steht
man da und weiß erst gar nicht was man antworten soll. Man
könnte natürlich erklären woher der Schnee kommt,
aber ist das für ein kleines Kind nicht zu wissenschaftlich?
Haben wir uns als Kind nicht darüber gefreut, dass die Gebrüder
Grimm, eine andere Möglichkeit sahen, uns das Unerklärliche
zu erklären? Haben wir es unseren Eltern übel genommen,
als wir merkten dass der Schnee doch anders entsteht? Sicherlich
nicht! Genauso wenig, wie die Geschichte mit dem Chriskind oder
dem Osterhasen, die angeblich die Geschenke bringen. Das waren
schöne Geschichten, an die wir glaubten. Genauso verhält
es sich bei „Frau Holle“. Wenn wir hilfsbereit sind
und nicht nur an uns selbst denken, dann schenkt sie uns den Schnee. |
Nachts sind alle Katzen grau
Komödie
von Imre Bensik
Regie: Ortwin Kayser / Wolfgang Maaß
Ein
Sexualwissenschaftler betreibt nicht nur theoretische Studien,
mit seinen weiblichen Patienten. Nach Veröffentlichung seines
Buches, neigt seine Frau dazu nicht mehr alles zu glauben was
er ihr auftischt. Ein Freund, taucht auf und möchte, seine
Dienste anbieten. Natürlich sind hier die literarischen Fähigkeiten
gemeint. Wo kämen wir da auch hin, da dieser Freund doch
gerade erst seine Verlobung feierte. Frau Balog, der gute Geist
des Hauses, hält trotz widriger Umstände, bedingungslos
zu ihrem Herrn und Meister. Jede Hilfe, ob gewollt oder nicht,
lässt sie ihm zukommen. Selbst als eine Verehrerin in den
heiligen Hallen auftaucht, weiß sie Rat. Der Freund, der
gerade mit Studien beschäftigt ist, bekommt gerade rechtzeitig
mit, dass seine Verlobte auftaucht. |
Eine gute Köchin
Skurriler und schwarzer Humor nach Roald Dahl und anderen.
Bühnenfassung und Regie: Ortwin Kayser / Beate Dankert
Hand auf Herz, meine Damen, haben Sie schon mal daran gedacht
ihren geliebten Gatten umzubringen? Was hat Sie davon bgehalten?
Sie haben Angst erwischt zu werden? Wir zeigen Ihnen die perfekte
Möglichkeit, sich ihres Gatten zu entledigen. Im Vertrauen
meine Herren, umgekehrt funktioniert das natürlich auch.
Kennen Sie das Gefühl der Einsamkeit, zum Beispiel an Feiertagen?
Da kann man schon Merkwürdiges in seinen Gedanken erleben.
Wenn Sie das schlechte Gewissen plagt, dann sollten Sie vielleicht
versuchen, genau zu prüfen, ob Sie richtig gehandelt haben,
sonst kommt man leicht ins Grübeln. Das ewige Leben, ist
der Wunschtraum, der Menschheit. Sollte es wirklich das ewige
Leben geben? Diese und andere Fragen beschäftigten uns in
unserem Stück. |
Hänsel und Gretel
frei
nach den Gebr. Grimm
Bühnenfassung und Regie: Bernd Lehmann
Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker mit seiner
Frau und seinen zwei Kindern: das Bübchen hieß Hänsel
und das Mädchen Gretel. Er hatte wenig zu beißen und
zu brechen, und einmal, als große Teurung ins Land kam,
konnte er auch das tägliche Brot nicht mehr schaffen. Wie
er sich nun abends im Bett Gedanken machte und sich vor Sorgen
herumwälzte' seufzte er und sprach zu seiner Frau: "Was
soll aus uns werden? Wie können wir unsere armen Kinder ernähren,
da wir für uns selbst nichts mehr haben?" - "Weißt
du was, Mann", antwortete die Frau, "wir wollen morgen
in aller Frühe die Kinder hinaus in den Wald führen,
wo er am dicksten ist, da machen wir ihnen ein Feuer an und geben
jedem noch ein Stückchen Brot, dann gehen wir an unsere Arbeit
und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Haus,
und wir sind sie los." -"Nein, Frau", sagte der
Mann, "das tue ich nicht; wie sollt' ich's übers Herz
bringen, meine Kinder im Walde allein zu lassen? Die wilden Tiere
würden bald kommen und sie zerreißen." - "Oh,
du Narr"' sagte sie, "dann müssen wir alle vier
Hungers sterben, du kannst nun gleich die Bretter für die
Särge hobeln", und ließ ihm keine Ruhe, bis er
einwilligte. "Aber die armen Kinder dauern mich doch",
sagte der Mann. |
Die Balkonszene
Komödie von John Chapman und Antony Marriott
Regie:
Ortwin Kayser
Eine Heiratsvermittlung der 60 / 7Oer Jahre in England. Ein liebestoller
Klient ist verliebt in die Leiterin des Instituts und läßt
sich nicht abwimmeln, obwohl sein Begehren nicht auf offene Ohren
stößt. Als Ausweg um den aufdringlichen Liebhaber loszuwerden,
muß ein Ehemann her. Der vorgeschobene Ehemann ist aber
bereits verheiratet und wie sollte es anders sein, genau jetzt,
im unpassenden Moment, taucht die richtige Ehefrau auf. Aber es
geht nicht nur um diese Geschichte. Ein Eheanbahnungsinstitut
hat natürlich viele Klienten mit ihren individuellen Wünschen,
die nicht immer leicht zu erfüllen sind und zu vielen Verwechslungen
führen. Ein Computer der damaligen Zeit tut sein Übriges
um alles durcheinander zubringen. |
Gefühle
Eine kurzweilige Collage über menschliche Emotionen.
Bühnenfassung und Regie: Ortwin Kayser
Das
Schwerste für einen Schauspieler ist es Gefühle glaubhaft
und überzeugend darzustellen. Diese Herausforderung war für
uns Anlass zu der Vorlage der Gefühle. Von tiefer Trauer
über Verzweiflung und Entsetzen bis zum tragisch Komischen,
auch Humor und Lachen fehlte nicht. Das Ensemble des Theater Fabelhaft
nahm in dieser Theatercollage die Herausforderung an, in kleinen
Episoden, Gefühle schauspielerisch auf der Bühne darzubieten.
Sie als Publikum vertraten die Meinung, dass es nicht zu unterscheiden
war, ob die Gefühle echt oder nur gespielt waren. Dies war
für uns die Bestätigung unser Ziel erreicht zu haben.Vielen Dank |
Aschenputtel
frei
nach den Gebr. Grimm
Bühnenfassung
und Regie: Ortwin Kayser
Einem
reichen Manne wurde seine Frau krank, und als sie fühlte,
dass ihr Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein
zu sich ans Bett und sprach: ,,Liebes Kind, bleibe fromm und gut,
so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel
auf dich herabblicken und will um dich sein." Darauf tat
sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen ging jeden Tag
hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte und blieb fromm und
gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein
auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen
hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau. Die Frau hatte zwei
Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und voll von
Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da ging
eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an. ,,Soll die
dumme Gans bei uns in der Stube Sitzen?" sprachen sie; ,,wer
Brot essen will, muss es verdienen; hinaus mit der Küchenmagd!"
Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen
grauen, alten Kittel an und gaben ihm hölzerne Schuhe. ,,Seht
einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!." riefen
sie, lachten und führten es in die Küche. Da musste
es von Morgen bis Abend schwere Arbeit tun, früh vor Tag
aufstehen, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen.
Obendrein taten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid
an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen
in die Asche, so dass es sitzen und sie wieder auslesen musste.
Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, kam es in kein
Bett, sondern musste sich neben den Herd in die Asche legen. Und
weil es darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie
es A s c h e n p u t t e l..... |
Mord
durch Sex
Komödie nach dem Stück "Murder by Sex" von
Joan Shirley
Regie: Ortwin Kayser
Eigentlich wollte Bernd ja nur sich selbst finden und in Ruhe
ein wenig malen und schriftstellern. Dafür hat er sich extra
ein Jahr Urlaub genommen. Aber es scheint ihm nicht vergönnt,
denn seine Frau Nicole beschlagnahmt die Hälfte seines Arbeitszimmers
um sich dort ihre Arztpraxis einzurichten. Leider zeigt sie wenig
Verständnis für die künstlerischen Ergüsse
des Gatten. Eine Ehekrise kann nicht ausbleiben. Und dann ist
da noch Cousine Karin, die im fortgeschrittenen Stadium kurzsichtig
ist, und auch noch mit im Haus wohnt. Das macht das Leben auch
nicht gerade leichter. Aber es kommt noch schlimmer: Im Garten
des Hauses lässt sich Hugo, ein etwas betagter Großindustrieller,
häuslich nieder. Erlebnisse, die Bernd bei einem Seminar
" Geheimnisvoller Mord " gemacht hat holen ihn ein,
ja scheinen ihn sogar zu überholen. Das Nicole in dieser
schon angespannten Situation besser nichts davon erfahren soll,
steht außer Frage. Ach, und dann gibt es ja auch noch Öko-Tante
Gabi, die hochschwanger auf einer Unterwassergeburt besteht und
alle damit verrückt macht.Während die siebzehnjährige
Tochter Sonja, mit Assistenzarzt Sebastian, die besagte Geburt
vorbereitet, versucht Bernd seine Frau bei Laune zu halten und
Cousine Karin davon zu überzeugen, dass sie nichts gesehen
hat, sich das Ganze nur einbildet und im Garten auch alles in
Ordnung ist. Das fordert Bernd ordentlich - und bestimmt ebenso
die Lachmuskeln der Zuschauer. Plötzlich noch eine Leiche:
Das ist für Bernd entgültig zuviel. |
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